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Prachovské skály (Felsen)Prachovské skály (Felsen)

Das Naturreservat Prachovské skály gehört zu den bekanntesten Gebieten der Tschechischen Republik. Es ist eines der ältesten Naturreservate in der Tschechischen Republik. 

HruboskalskoHruboskalsko

Hruboskalsko gehört zu den bekanntesten Felsenstädten und ist durch die imposanten, bis zu 55 m hohen Türme und steilen Klammen charakteristisch. 

Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen) Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen)

Die Höhlen Bozkovské dolomitové jeskyně mit dem größten unterirdischen See in Böhmen.

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Einführung

Hlavatice, 1900

Die Aussichtstürme, also Bauten die der Betrachtung der umliegenden Gegend dienen, sind für Mitteleuropa charakteristisch. Ihre Popularität steht in Verbindung mit der langen, über hundertjähriger Touristiktradition, aber auch mit der Tatsache, dass in Mitteleuropa überwiegend Hochebenen und bewaldete Gebirgsketten zu finden sind, aber keine hohen Berge. Die meisten Aussichtstürme befinden sich bis heute in Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen und Ungarn.

Ein Aussichtsturm ist ein Objekt besonderer Art. Seine hauptsächliche, wenn nicht einzige Bestimmung ist, die Ausblicke auf die Umgebung zugänglich zu machen. Somit hat er eine Reihe gemeinsamer Eigenschaften mit den Stadt- Wach- und Burgtürmen, die gebaut wurden um ähnliche Funktion zu tragen. Die modernen Aussichtstürme ähneln sehr oft den hohen Konstruktionen der Funk- und Fernsehsignaltransmitter oder den Mobilfunkmasten. Einen Aussichtspunkt können auch verschiedene natürliche Stellen bilden, meistens Felsen, Altane oder Gartenglorietten. Die Aussuchtstürme unterscheiden sich von den letztgenannten Objekten dadurch, dass sie:

  1. Von Menschenhand geschaffen wurden,
  2. Zum Zwecke der Aussichtbewunderung gebaut oder umgebaut wurden,
  3. Ein Aussichtspunkt haben, der sich mindestens eine Etage über dem umliegenden Gelände befindet,
  4. Öffentlich zugänglich sind.

Die Aussichtstürme der Tschechischen Republik

Die ersten Aussichtstürme auf dem heutigen Gebiet der Tschechischen Republik wurden von reichen Feudalbesitzern gebaut und dominierten über ihren Schlossgärten, die gewöhnlich im Geiste der Romantik angelegt wurden. Später schlossen sich diesem Trend auch Kurorte an, die den Gästen attraktive Ziele ihrer Spaziergänge bieten wollten. Die Blütezeit für den Bau der Aussichtstürme begann mit der Entwicklung der Touristik. In den 80-ger und 90-ger Jahren des 19. Jh. wurden in zahlreichen Orten Böhmens, Mährens und Schlesiens touristische Vereine gebildet. Für viele von ihnen war der Bau der Aussichtstürme eine Frage der Prestige; neue Objekte dieser Art waren nicht nur interessante Wanderziele, aber auch eine wichtige Einnahmequelle und – nicht minder wichtig – ein vom Weiten sichtbares Zeichen der und Aktivität des örtlichen Vereins. Zwischen 1880 und 1914 wurden beinahe 200 Aussichtstürme gebaut, angefangen von einfachen Holzkonstruktionen (die meistens eine Lebensdauer von wenigen Jahren hatten), über Eisentürme bis zu prachtvollen Naturstein- oder Backsteinbauten, die heute zu Denkmälern der Kultur und Technik gezählt werden. Mehrere Dutzend derartiger Panoramaobjekte, oft mit einem Gastronomiebetrieb für Wanderer, entstanden in der Zeit der ersten Tschechischen Republik, also nach dem 1. Weltkrieg.

In den Jahren 1945-1989 bewegte sich nur wenig in diesem Bereich, im kommunistischen Regime erfreuten sich Organisationen und Vereine keiner besonderen Sympathie. Die Wende kam 1989. Zahlreiche Türme, die dem Ruin verfallen sind, wurden renoviert und für die Besucher neueröffnet, oft unter pompösen Feierlichkeiten. Nach 2000 entstanden auch neue Türme. Überwiegend sind es Mehrzweck-Konstruktionen: sie dienen den Bedürfnissen der Telekommunikation (vor allem dem Mobilfunk), aber auch den Touristen, für die Aussichtsplattformen eingerichtet werden. Zahlreiche Objekte werden von den Gemeineden errichtet (aus eigenen oder europäischen Mitteln), die dadurch zur Entwicklung der Touristik beitragen. Zu erwähnen sind noch die Aussichtstürme, die von Privatpersonen gebaut werden, mit dem Ziel sich selbst, aber auch anderen Panoramaliebhabern eine Freude zu machen.

Im Jahre 2010 gab es in der Tschechischen Republik knapp 300 Aussichtstürme, wobei die Hälfte nach 1990 entstand.

Aussichtstürme im Český ráj (Böhmisches Paradies)

Das Böhmische Paradies bietet zahlreiche touristische Höhepunkte, angefangen mit den einzigartigen Felsformationen und ganzen Felsstädten, über zahlreiche Wälder, Teiche, in den das Baden erlaubt ist – bis hin zu sehenswerten, alten Städten und malerisch gelegenen Dörfer. Bedingt durch die landschaftlichen Eigenschaften sind die Türme hier nicht so zahlreich vertreten, wie zum Beispiel in dem unweit gelegenen Isergebirge oder dem Lausitzer Gebirge. Nichtsdestoweniger finden wir auch hier viele Stellen, die wunderschöne Aussichten gewähren. Zu erwähnen sind also vor allem Felsformationen, auf die man hochklettern und die Gegend bewundern kann. Dazu gehören die bekanntesten: Hlavatice bei Turnov (Turnau), Šikmá Věž und Hlaholská Vyhlídka in Prachovské skály (Prachower Felsen), Zdenčina Skála in der Felsenstadt Klokočské skály (Klokotscher Felsen), oder der Aussichtspunkt Zahrádka im Isertal in dem Ort Malá Skála (Klein Skal).

Die Anzahl eigentlicher Aussichtstürme begrenzt sich auf diesem Gebiet auf sechs, sie repräsentieren zudem unterschiedliche historische Epochen und Konstruktionsarten. Der älteste von allen hier ist der Steinturm Milohlídka in Jičín (Jitschin) von 1843. Aus der goldenen Ära der Touristik, also aus der Wende des 19. und 20 Jh. stammen die aus Backstein gebauten Türme auf den Gipfeln des Berges Kopanina bei Malá Skála und Tábor bei Lomnice nad Popelkou (Lomnitz an der Popelka). Die Stahlkonstruktionen auf Kozákov bei Semily (Semil) und auf Kozinec bei Nová Paka (Neupaka) sind Beispiele für Multifunktionsbauten, die vor Kurzem entstanden und gleichzeitig die Bedürfnisse der Telekommunikation und der Touristik decken. Ein völlig originelles Objekt ist die neue Sprungschanze in Lomnice nad Popelkou, die mit einer öffentlichen Aussichtsgalerie ausgestattet wurde.

Čeřovka - Milohlídka, 1910

Čeřovka - Milohlídka, 1910

 
Hlavatice, 1900

Hlavatice, 1900

 
Kopanina, 1905

Kopanina, 1905

 
Kozákov, 1935

Kozákov, 1935

 
Trosky

Trosky

 
 
Hergestellt 19.10.2010 23:52:21 - aktualisiert 22.11.2012 11:40:38 | gelesen 18546x | Ing. Jiří Lukeš
 
 
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