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Prachovské skály (Felsen)Prachovské skály (Felsen)

Das Naturreservat Prachovské skály gehört zu den bekanntesten Gebieten der Tschechischen Republik. Es ist eines der ältesten Naturreservate in der Tschechischen Republik. 

Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen) Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen)

Die Höhlen Bozkovské dolomitové jeskyně mit dem größten unterirdischen See in Böhmen.

HruboskalskoHruboskalsko

Hruboskalsko gehört zu den bekanntesten Felsenstädten und ist durch die imposanten, bis zu 55 m hohen Türme und steilen Klammen charakteristisch. 

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Ausflug durch Mariánská zahrada (Mariengarten)

Böhmisches Paradies

Die Felsen Prachovské skály, die Loggia Wallenstein, Hrubá Skála und Umgebung – das alles sind typische Attraktionen des Böhmischen Paradieses. Wir begeben uns heute allerdings auf einen etwas außergewöhnlichen Ausflug in den Süden von Jičín, in eine Gegend, die Mariánská zahrada (Mariengarten) genannt wird.
 
 

Diese Landschaft, die im barocken Stil gehalten ist, wurde Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem Herrschaftsgut der Schliks realisiert. Es handelt sich um einen Komplex miteinander verwobener Landschaftselemente, die einen praktischen und geistlichen Inhalt zugleich haben. Sie liegt in direkter Nachbarschaft der frühbarocken Landschaft von Jičín – der „Wallenstein-Gärten“ – und bietet so die einzigartige Möglichkeit, von einem Garten in den anderen zu spazieren und zu vergleichen, auf welche Art und Weise und mit welchen Techniken der Mensch sein Umfeld kultivierte, wie er es aufwertete, nutzte, verinnerlichte und welche Spuren sein Dasein in der Landschaft hinterließ.

Der Mariengarten unterscheidet sich vom Wallensteingarten insbesondere durch den Zugang zur Landschaft. Im Wallensteingarten finden wir monumentale und dominante Bauten, die Landschaft ist exakt geometrisch angelegt. Im Mariengarten entstanden im Gegensatz dazu eher subtile, allerdings architektonisch sauber verarbeitete Bauten. Diese nicht sonderlich großen Subjekte sind sanft in die natürliche Umgebung eingefügt und jede Lokalität hat so ihre eigene Dominante. Der Garten erhielt seinen Namen wegen der Häufigkeit sakraler Bauten, die der Jungfrau Maria und dem Mutterkult gewidmet sind. Zentraler Punkt dieser landschaftlichen Komposition ist die Loretta Kapelle, die wir während des heutigen Ausfluges unter anderem ebenfalls kennenlernen werden.

Unseren Ausflug beginnen wir am Valdice Tor, von dessen Galerie aus die Aussicht in die Umgebung einzigartig ist. Vom Tor aus begeben wir uns auf der gelb gekennzeichneten Route zur Kirche des Hl. Jakobs des Älteren, einem Torso einer geplanten Bischofskathedrale, die von Albrecht von Wallenstein gebaut wurde. Auf der linken Seite gehen wir am weitläufigen barocken Wallensteinschloss vorbei, in dem sich ein Museum, eine Galerie sowie das städtische Informationszentrum befinden. Auf der gelb markierten Route durchqueren wir die Chelčického Straße und gelangen auf den náměstí Svobody (Platz der Freiheit), den die Kirche des Heiligen Ignaz und ein Jesuitisches Internat dominieren. Wir gehen weiter geradeaus und auf der Brücke über den Fluss Cidlina biegen wir nach rechts nach Březina ab.

In Richtung Jičín begehen wir den grün markierten Fahrradweg. Auf der linken Seite sehen wir einen Sportflugplatz und das Schloss in Vokšice. Wir durchfahren Březina mit einer Kapelle aus der Frührenaissance. Wir fahren weiter auf dem grün markierten Fahrradweg entlang der Ostružno-Teiche. Es handelt sich um einen Komplex dreier Teiche, wo sich Nistplätze von Wasservögeln (Tüpfelsumpfhuhn, Drosselrohrsänger) befinden. In der Nähre befinden sich Moorwiesen, wo kostbare Pflanzenarten zu finden sind (Schlangen-Lauch, Trollblume). Das gesamte Gebiet wurde 1990 zum Naturschutzgebiet ernannt, um die lokale Flora zu schützen. Direkt in Ostružno besichtigen wir die Kirche der Heiligen Kreuzerhöhung. Es handelt sich um eine spätbarocke Kirche aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Direkt hinter Ostružno können wir den bewaldeten Basalthügel mit der Kapelle der Heiligen Anna besteigen, die vor 1713 erbaut wurde. Die Zentralen Dispositionen des Bauwerks gehen vom kreisförmigen Grundriss des Architekten Jean Baptiste Mathey aus. Die Kapelle ist der Mutter der Jungfrau Maria geweiht – der Heiligen Anna. Alljährlich pilgerten an ihrem Namenstag Pilger aus der weiten Umgebung hierher. Die Steinkanzel, die an der Seite der Kapelle befestigt war, lässt erahnen, wo sie standen.

Wir gehen weiter auf der gelb markierten Route nach links entlang des Freizeitzentrums Sklář bis zur Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit, bei der er es sich um eine bewundernswerte architektonische Variation der Nummer Drei handelt. Dass die Kapelleder dreieinigen Person des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes geweiht ist, ist in der gesamten Masse zu spüren und bis ins geringste Detail ausgeführt: Der Grundriss der Kapelle, die Anzahl der Wände, Türen, Altäre, die Form der Laterne und ihrer Fensterchen – dies alles stellt eine sinnreiche künstlerische Projektion ihres Patroziniums dar. Ihr Erbauer war anscheinend Filip Spannbrucker. Diese Kapelle befindet sich als einzige nicht auf einem Hügel, sondern im Wald, in einem schmalen Tal über der Quelle eines ursprünglichen Kurbads. Von hieraus führt uns die gelb markierte Route bis in die dörfliche Denkmalzone, die Štidla genannt wird. Über die rot markierte Route fahren wir fort bis nach Nadslav, wo wir die gothische Kriche des Heiligen Prokopius besichtigen können. Aus Nadslav können wir uns über die rot markierte Route bis nach Libáň begeben. Hier befinden sich Überreste urzeitlicher Hügelgräber aus der Zeit der Lausitzer Kultur, manche sind auch jünger. Über Batín, Važice und Sedliště gelangen wir über die rot markierte Route bis nach Staré Hrady. Hier befindet sich ein einzigartiger Renaissancekomplex, die Burg und das Schloss Staré Hrady. Hier sind mehrere Besichtigungsrouten für Sie vorbereitet - und dies insbesondere für Kinder, die sich hier im wahrsten Sinne des Wortes wie im Märchen vorkommen werden. Aus Staré Hrady kehren wir mit dem Bus zurück nach Jičín, oder aber wie steigen aus in Bukvice und gehen von hieraus zu Fuß weiter in Richtung Veliš, Smírčí kříž und kehren vielleicht sogar zurück zur Loretta oder sogar weiter nach Jičín.


 

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