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Prachovské skály (Felsen)Prachovské skály (Felsen)

Das Naturreservat Prachovské skály gehört zu den bekanntesten Gebieten der Tschechischen Republik. Es ist eines der ältesten Naturreservate in der Tschechischen Republik. 

Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen) Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen)

Die Höhlen Bozkovské dolomitové jeskyně mit dem größten unterirdischen See in Böhmen.

HruboskalskoHruboskalsko

Hruboskalsko gehört zu den bekanntesten Felsenstädten und ist durch die imposanten, bis zu 55 m hohen Türme und steilen Klammen charakteristisch. 

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Der Preussich-Östereichische Krieg

Auf einigen Karten des Böhmischen Paradieses finden wir an vielen Orten ein Zeichen, das gekreuzte Säbel und die Jahreszahl 1866 darstellt. In jenem Jahr wurde hier gekämpft und alles bereitete sich hier auf die zweitgrößte Schlacht des 19. Jahrhunderts vor. An den Stellen, an denen wir heute über eine schöne Aussicht in die Landschaft zerschmelzen, standen damals Kanonen und die Menschen neben ihnen beteten, dass sie den Tag überleben. Wir entdecken viele Denkmäler, Massengräber und werden hunderte von Namen von Männern lesen, für die das Böhmische Paradies keineswegs eine freundliche und attraktive Tourimusregion war, sondern ein Ort, wo ihnen die Mächtigen im Namen ?großer Dinge? ein Stelldichein mit dem Tod zusprachen.

Es ist gut, die Orte der Kämpfe zu besuchen. Wir lesen, von wo nach wo geschossen wurde, werden die Namen der Befehlshaber, die Zahlen der Regimenter und Batterien sowie die Bezeichnungen der Kriegseinheiten nach der Bewaffnung kennen. Eine Exkursion beenden wir am ehesten auf dem strategischen Hügel Chlum bei Sadová, den wir auf dem ?Totenhohlweg? besteigen. Wir begreifen den Vorteil eines Zündnadelgewehrs gegenüber einem Lader, aber auf dem Weg nach Hause stellen wir uns plötzlich die Frage: ?Aber worum ging es eigentlich??

Im Jahr 1866 standen sich die Armeen Österreichs und Preußens gegenüber. Der Krieg war die ?Lösung? der Machtstreitigkeiten im sog. Deutschen Bund und Österreich verlor in diesem Krieg die Schlacht bei Königgrätz (Hradec Kralove) (es werden auch die Namen ?Schlacht auf dem Chlum? oder ?Schlacht bei Sadova? verwendet). In dieser kolossalen Schlacht standen sich an die 43 000 Menschen gegenüber und diesen traurigen Rekord übertraf nur die Schlacht bei Leipzig im Jahre 1813. Der dritte Julitag des Jahre 1866 figuriert auf dem Totenschein von 15 000 Soldaten. Das Zentrum der Kämpfe auf dem Chlum befindet sich etwa 30 Kilometer südöstlich von Jičín. Hier befindet sich das Gedenkmuseum des Krieges von 1866, ein Aussichtsturm, ein Preußischer Friedhof, ein monumentales Denkmal der Totenbatterie, ein Beinhaus und viele weitere Mahn- und Denkmäler, alles mit den Kriegspfaden verbunden. Alljährlich finden hier Gedenkveranstaltungen mit Rekonstruktionen der Schlachten statt (Ende Juni).

Ossarium Kbelnice

Nördlich von Jicin, bei der Gemeinde Kbelnice liegt ein Kriegsfriedhof. Die Jugendstilkapelle des Beinhauses ist eine Arbeit der Horicer Bildhauerschule und wurde nach dem Entwurf von V. Weinzettel in den Jahren 1904-06 errichtet.

Dilce

Das Gebiet der Siedlung nördlich von Jicin wurde am 29. 6. 1866 zum Zentrum der Kämpfe. Auf der gegenüberliegenden Anhöhe finden wir ein Preußisches und ein Sächsisches Denkmal und in der Umgebung auch Massengräber.

Brada

Im Bereich unterhalb der Reste der Burg Brada hatten österreichische Geschütze ihre Feuerstellung. Durch den Beschuss fing der obere Teil der Gemeinde Knezice Feuer (im Schild des Hauses Nr. 3 befindet sich ein Geschosskopf).

Ohavec ? Horni Lochov

Nordwestlich von Jicin, Massengrab und Denkmal für 130 Soldaten an der Landstraße.

Jicin

In den Nachmittagsstunden des 29. 6. 1866 griff das Preußische Heer mit einer Stärke von 93 000 Mann von Sobotka und Libun aus in Richtung Jicin an. Es stieß auf hartnäckigen Widerstand im gesamten Gebiet. Kämpfe wurden bei Jinolice, Prachov und Ostru?en geführt. Am Abend trat die östereichische Armee den Rückzug an und dieser wandelte sich in einen Angriff mit gewaltigen Verlusten. Danach wurde in Jicin selbst gekämpft und die Gesamtzahl der Getöteten beider Seiten betrug über 7 500 Mann. Beim nächtlichen Rückzug ertranken 60 Soldaten im Fischteich Knize, der damals größer war und weiter nach Norden reichte. Jicin wurde vorübergehend zum Hauptquartier der Preußen. Denkmäler finden wir in Kbelnice, Lochov, Prachov, Kneznice, Dilci, Podulsi, Ohavec und Jicin.

Horni Lochov

Kleines Denkmal für die Opfer einer österreichischen Reserveeinheit, die hier von den Befehlshabern vergessen zurückblieb und dem Kanonenbeschuss vom Berg Svinčice ausgesetzt war. Das Ereignis erinnert entfernt an das Schicksal der ?Totenbatterie? auf dem Chlum, die bis zum letzten Mann tapfer den Rückzug der eigenen Armee schützte.

Burg Kost

Die Burg wurde in der Nacht vom 28.-29. 6. 1866 letztmalig in der Geschichte militärisch genutzt und bewies eine außerordentliche Verteidigungseffektivität. Das österreichische Heer wehrte hier einen Preußischen Doppelangriff ab und verließ die Burg erst auf einen Rückzugsbefehl hin. Denkmäler finden wir an der Kreuzung der Landstraßen im Wald hinter Kost auf der roten Markierung.

Es wurde an vielen weiteren Plätzen gekämpft, und so finden sich die verschiedensten traurigen Zeugnisse des Jahre 1866, zum Beispiel in der Gegend des Bergs Muzsky (Obelisk auf dem Gipfel), Gräber finden sich auf dem Friedhof der Gemeinde Bosen, im Zehrover Wald, bei Mnnichovo Hradiste (monumentales Denkmal auf dem Friedhof), Svijany - Podoli (Kämpfe um den Übergang des Flusses Iser, Denkmäler), Prepere (Denkmäler), in Turnov (Friedhof auf Hrustice), im Kloster Hradiste nad Jizerou (in die Wand der ehemaligen Brauerei Nr. 22, 23 sind sekundär Kanonenkugeln eingesetzt), Brezina, Mlada Boleslav, auf dem Berg Baba bei Kosmonosy, in Sobotka (städtischer Friedhof), in Oharice und anderswo.

Hergestellt 29.4.2004 15:51:55 | gelesen 9792x
 
 
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