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Prachovské skály (Felsen)Prachovské skály (Felsen)

Das Naturreservat Prachovské skály gehört zu den bekanntesten Gebieten der Tschechischen Republik. Es ist eines der ältesten Naturreservate in der Tschechischen Republik. 

HruboskalskoHruboskalsko

Hruboskalsko gehört zu den bekanntesten Felsenstädten und ist durch die imposanten, bis zu 55 m hohen Türme und steilen Klammen charakteristisch. 

Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen) Bozkovské dolomitové jeskyně (die Höhlen)

Die Höhlen Bozkovské dolomitové jeskyně mit dem größten unterirdischen See in Böhmen.

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Der Glassweg

Turnov

Der Glasweg ist eine Wanderung durch Orte mit einer Glasmachertradition und -gegenwart. Ihr südlichster Ort ist Turnov. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts tauchten hier die ersten Öfen zum Schmelzen von farbigem Strass auf und das Quetschen und Schleifen von Chatons überflügelte durch seine wirtschaftliche Bedeutung sogar das traditionelle Schleifen natürlicher Edelsteine. Nach den napoleonischen Kriegen entstand in der Nähe der heutigen Schmuckschule die Siedlung Sklenarice, von der nur die Paclt-Hütte, die bis zum Jahr 1864 tätig war, erhalten geblieben ist. In der Zeit zwischen den Kriegen produzierten oder verarbeiteten Chatons und Perlen die großen Firmen Belda, Flegr, Ouhrabka, Pitas, Plihal, Slechta und Valha, außer ihnen noch hunderte von Heimarbeitern. Diese Glasmachertradition lebt bis heute in der Tätigkeit der Betriebe Preciosa. In der Stadt gibt es die Werkstatt der Glasschmelzplastik von L. Malek. In Gruppen von 5-20 Personen kann nach Anmeldung die Herstellung von Glasfiguren Eliglass besucht werden.

Atelier Eliglass Eliska Sidova, tel: +420 481 322 023, Alej legii 696, 511 01 Turnov
Marie Volkova, Vesec 16, tel: +420 481 320 275

Frydstejn

Ein ähnliches Sortiment wie Turnov, zudem mit dem Schleifen von Glasringen "Bangle" führte im unweiten Frydstejn F. Schmidt erfolgreich ein. Seine maschinelle, fortschrittlich eingerichtete Schleiferei erhielt nach dem Jahr 1948 Preciosa, die hier die Produktion von Glasleuchtern einführte. Über den romantischen Weg unterhalb der Ruine der Burg Frydstejn und mit dem Ausblick auf Vranov und Suche skaly kommen wir nach Mala Skala im Isertal.

Mala Skala, Lisny, Splzov

Auch hier fasste die häusliche Glasarbeit und das Knopfquetschen Fuß und die Wicklung von Perlen und Figuren sicherten Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts den Lebensunterhalt vieler Einwohner. Eine richtige Glashütte finden wir aber weiter in Richtung Zelezny Brod, in Lisny. Auch hier ging es, ebenso wie in den umliegenden Gemeinden, zunächst um die Kleinproduktion für Jablonecer und Zeleznobroder Handelsfirmen. 1956 wurde diese Produktion um Glassteine und Leuchterbehang erweitert und in der Glashütte konzentriert, die zum Konzern Zeleznobrodske sklo, heute Liglass, gehört.

Brusicska dilna Splzov, Sklo Safranek, U Zastavky 34, 466 01 Jablonec n. N.
tel: +420 483 390 775, tel./fax: +420 483 320 225, e-mail: sklosafranek@hotmail.com, www.mujweb.cz/obchod/sklo

Zelezny Brod

Nach Zelezny Brod, das durch Hütten- und geschliffenes Glas und originelle Firguren berühmt ist, kommen wir nach einigen Kilometern. Bis zum ersten Weltkrieg lebte die hiesige Glasindustrie im Schatten der Textilindustrie und die Produkte kleiner Quetschhäuser und Schleifereien waren dieselben, wie im gesamten Jablonecer Gebiet. Nach dem ersten Weltkrieg konzentrierte sich die junge Generation von Glasmachern auch auf exklusives, graviertes oder hüttenmäßig geformtes Glas. Ihr Bemühen wurde 1920 durch die Gründung einer Fachglasschule unterstützt, die bis heute ganze Generationen von Glasmachern ausgebildet hat. An ihr unterrichteten u. a. solche Persönlichkeiten des böhmischen Glases wie Metelak, Juna, Brychta, Libensky oder Jezek. Brychtas Glasfiguren aus den 20er Jahren standen am Anfang einer einmaligen, bis heute charakteristischen Produktion. Nach 1948 wurde die Mehrzahl der Werkstätten in das Unternehmen Zeleznobrodske sklo eingegliedert. Gegenwärtig nehmen private Ateliers und Werkstätten wieder zu, z. B. von Z. Lhotsky. Auf jeden Fall lohnenswert ist die Besichtigung der Dauerausstellung in der Schmuckschule und vor allem des hiesigen Museums mit einer neuen Galerie von Glasplastiken unserer berühmtesten Glasmacher S. Libensky und J. Brychta. In der Stadt und der näheren Umgebung sind eine Reihe von Glasmacherprsönlichkeiten wie J. Novotny, B. Novak, M. Silena tätig.

Gravierwerkstatt Zelezny Brod, Sklo Safranek, U Zastavky 34, 466 01 Jablonec n. N.
tel: +420 483 390 775, tel./fax: +420 483 320 225, e-mail: sklosafranek@hotmail.com, www.mujweb.cz/obchod/sklo

SUPS sklarska, Smetanovo zatisi, 468 22 Zelezny Brod
tel, fax.: +420 483 346 162, e-mail: sekretariat@supss.cz, www.supss.cz

FIPOBEX s r.o., Pencin 60, 468 21 Bratrikov
tel.: +420 483 302 203, e-mail: exkurze@fipobex.cz, www.fipobex.cz/exkurze/

Jablonec nad Nisou

Weiter in Richtung Jablonec nad Nisou und das Isergebrige treffen wir weiter auf eine Reihe kleiner, einstöckiger Bauten mit typisch hohen Schornsteinen. Dies sind "Drikety" (aus dem deutschen "drücken"), Quetschhäuser von Glaskorallen und Knöpfen. In eine von ihnen schauen wir in Kokonin. Die Gemeinde, heute ein Vorort von Jablonec, war in der Vergangenheit auch durch das Gravieren von Glas und später durch die Bijouterieproduktion bekannt. Die hiesigen Produkte können wir in einer umfangreichen Ausstellung des Jablonecer Glas- und Bijouteriemuseums sehen, wohin die ersten Schritte eines jeden Besuchers führen sollten. Die Vergangenheit und Gegenwart der Glasmacherkunst, die Entwicklung von Bijouterie und Schmuck wird hier in Tausenden von Exponaten belebt. Mit ihnen wuchs Jablonec nad Nisou von einem unbedeutenden Marktflecken zum heutigen Industriezentrum. Seit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wächst die Zahl der Unternehmen und die Exporthäuser der Dresslers, Posselts und vor allem Ignác Schwanns knüpften Geschäftskontakte in alle Welt. Die goldene Ära von Jablonec ist jedoch das letzte Drittel des 19. sowie der Beginn des 20. Jahrhunderts. Bis heute zeugen die Villenausstellungsviertel und die öffentlichen Bauten vom Reichtum der Stadt zu jener Zeit. Ihren Beitrag dazu lieferte zweifellos auch die hiesige Bijouteriemittelschule durch die Ausbildung technisch und künstlerisch tüchtiger Fachleute. Einen schweren Schlag versetzte dem Jablonecer Glaswesen der Zweite Weltkrieg, als eine Reihe von Unternehmen für die Kriegsproduktion umgerüstet wurden. Noch schlimmer war es nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Verstaatlichung der Industrie. Damals war die gesamte Produktion auf vier volkseigene Unternehmen konzentriert (Zeleznobrodke sklo, Preciosa, Sklenena bizuterie, Kovova bizuterie). Die Marke Bijoux de Boheme setzte sich trotzdem im internationalen Maßstab durch und in der Welt der Mode wurde die Stadt auch durch internationale Bijouterieausstellungen in den 70er und 80er Jahren berühmt. Die Produktion von Stangenstrass, Flakons, Leuchtern, Bijouterie, Gebrauchs- und Industrieglas bleibt bis heute der bedeutendste Produktionszweig des Jablonecer Gebiets.

Korallenquetscherei, Marsovicka 437, 468 01 Jablonec n. N.
tel.: +420 483 302 203
nur für im Voraus angemeldete Gruppen, -8- mind. 10 und max. 45 Personen.

SUPS a VOS, Horni nam. 1, 466 80 Jablonec nad N.
tel., fax.: +420 483 312 805, e-mail: sups-vos@pvtnet.cz

Muzeum skla a bizuterie, Jiraskova 4, 466 01 Jablonec nad Nisou
tel.: +420 483 369 011, e-mail: msbjbc@quick.cz, www.mestojablonec.cz

Isergebrige

Im waldreichen Isergebirge im Norden und Nordosten von Jablonec erstreckt sich ein Glasmachergebiet. Klimatisch rauh, arm, wo das Glasmacherwesen, das Weberhandwerk und die Holzfällerei die einizge Ernährungsquelle waren. Wir durchfahren Lucany nad Nisou und kommen auf dem Weg nach Harrachov an Horni Maxov, Antoninov, Polubny, Josefuv Dul vorbei. Hier erstreckt sich bereits das Königreich der Glasmacherfamilie Riedl. In Desna kommen wir an der bedeutendsten der repräsentativen Villen, der von Josef Riedl, Glasmacherkönig genannt, vorbei. Heute befindet sich in ihr eine kleine Glasausstellung, ein Rest der ehemaligen Riedelschen Musterkammer. Die Produktion von Gebrauchsglas, die die Riedls hierher führte hält bis in die heutigen Tage an. Rechts auf dem Hang erhebt sich ihre neogotische Familiengruft, aber wir fahren schon nach Harrachov weiter.

Harrachov

Nur wenige der böhmischen Glashütten erlangten solch eine Berühmtheit wie die hiesige, die in der einstigen Siedlung Novy Svet im Herrengut der Grafen Harrach gegründet wurde. Seit 1712 stellt sie erstklassiges, geschliffenes und bemaltes Gebrauchsglas her und das dekorative Glas und die Leuchter sind auf der ganzen Welt bekannt. Bis zum heutigen Tage steht auf ihrem Areal das Herrenhaus, in dem das Museum der Harrachover Glashütte eröffnet wurde. Als technische Rarität wird eine einhundert Jahre alte, wasserbetriebene Schleifmühle in Gang gehalten. Die zweitälteste, ununterbrochen betriebene Glashütte in Böhmen ist heute in den Händen der Firma Novosad und Sohn.

Glaswerke Novosad 512 46 Harrachov
tel.: +420 481 528 141, obchod@sklarnaharrachov.cz, www.sklarnaharrachov.cz

Von Harrachov aus können wir den Internationalen Glasweg weiter über Polen und Deutschland fortsetzten (Szklarska Poreba, Jelenia Gora, Boleslawiec, Zgorelec, Görlitz - Niesky - Rietschen - Bad Muskau - Weißwasser - Schleife - Döbern - Drebkau). In umgekehrter Richtung von Turnova führt die Strecke über Liberec, Novy Bor, Kamenicky Senov. Auf der gesamten Strecke arbeiten dutzende von Glasmacherfirmen, künstlerischer - industrieller Mittelschulen und Glasmuseen.

Nähere Informationen erhalten Sie in der Tschechischen Republik:
GLASSiCENTER s.r.o., Osvobozeni 583, 471 14 Kamenicky Senov
tel.: +420 487 764 338, e-mail: info@glassicenter.cz, www.glassicenter.cz

Hergestellt 29.4.2004 15:52:39 | gelesen 12911x
 
 
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